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🛠️ INTERAKTIVE KONVERTER & RECHNER
🔢 Zahlensystem-Konverter (Binär ↔ Dezimal ↔ Hex)
Tipp: Direkt in ein Feld eingeben → andere werden automatisch berechnet
🧮 Boolescher Ausdruck → Wahrheitstabelle (interaktiv)
Operatoren: UND = · * & UND AND  ·  ODER = + | ODER OR  ·  NICHT = ! ¬ NICHT NOT
Variablen: A–Z (Großbuchstaben, max. 5)  ·  Klammern: ( )
📦 Dateigrössen-Rechner (Byte ↔ KB ↔ MB ↔ GB ↔ TB ↔ PB)
🔏 Caesar-Chiffre Demo

Prinzip: Jeder Buchstabe wird um N Positionen im Alphabet verschoben. A mit Verschiebung 3 → D. Benannt nach Julius Caesar, der diese Methode zur Kommunikation mit seinen Generälen nutzte.
🔐 Passwort-Stärke-Checker
🌐 Subnet / IP-Rechner
📊 ASCII- & Zahlentabelle 0–255
DezZeichenBinärHexBeschreibung
Hex-Buchstaben: A=10, B=11, C=12, D=13, E=14, F=15
1 Byte = 8 Bit → 256 Werte (0–255 = 00000000–11111111 = 00–FF)
· = Steuerzeichen (nicht druckbar)  ·  ␣ = Leerzeichen (Space, Dez 32)
💡 Umrechnungs-Tipps & Stellenwerte

Binär → Dezimal: Stellenwerte (Potenzen von 2) addieren, wo eine 1 steht.

Stelle2⁷2⁶2⁵2⁴2⁰
Wert1286432168421
Beispiel: 11001010 = 128+64+8+2 = 202

Dezimal → Binär: Fortlaufend durch 2 teilen, Reste von unten nach oben lesen.


Binär ↔ Hex: Je 4 Bit = 1 Hex-Ziffer (von rechts gruppieren).

1100 1010C ACA

Häufige Werte zum Merken:

1 Byte8 Bit → max. 255 (FF) → 256 Werte (0–255)
2 Byte16 Bit → max. 65.535 (FFFF)
4 Byte32 Bit → ca. 4,29 Mrd. (FFFFFFFF)
2¹⁰1024 = 1 KiB (Kibibyte)
2²⁰1.048.576 = 1 MiB
🔟 Dezimales Zahlensystem

Das Dezimalsystem ist unser tägliches Zahlensystem zur Basis 10. Es nutzt 10 Ziffern: 0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9.

Basis10 (deshalb auch „Zehnersystem")
Ziffern0–9 (insgesamt 10 Symbole)
PrinzipStellenwertsystem – jede Position hat einen Faktor 10ⁿ

Stellenwerte (10⁰ – 10⁷):

PotenzWert
10⁰1
10¹10
10²100
10³1.000
10⁴10.000
10⁵100.000
10⁶1.000.000
10⁷10.000.000

Rechenbeispiel: Die Zahl 243 setzt sich so zusammen:

243 = (2 × 10²) + (4 × 10¹) + (3 × 10⁰)
     = (2 × 100) + (4 × 10) + (3 × 1)
     = 200 + 40 + 3 = 243

Weiteres Beispiel: 5.029

5.029 = (5 × 10³) + (0 × 10²) + (2 × 10¹) + (9 × 10⁰)
       = 5000 + 0 + 20 + 9 = 5.029

Merke: Das gleiche Prinzip gilt für alle Zahlensysteme – nur die Basis ändert sich (Binär = 2, Hex = 16, Oktal = 8).
💾 SPEICHERMEDIEN
💿 HDD – Hard Disk Drive
Grössen3,5 Zoll (Desktop) · 2,5 Zoll (Laptop/extern)
Max. Kap.Bis 20 TByte (Ende 2021), 524 MB/s Transfer
Schnitts.IDE · SATA · SCSI · SAS

Bauteile: Magnetplatte, Schreib-/Lese-Kopf & Arm, Armelektronik, Motor für Kopfpositionierung, Drehachse, Gehäuse (luftdicht), Anschlussleiste


Drehzahlen5.400 (leise) · 7.200 (Standard) · 10.000–15.000 (Server, extra Kühlung)
Zugriffsz.4–20 ms = Suchzeit + Latenzzeit (halbe Umdrehung)

Head-Crash: Berührung Kopf/Scheibe → Datenverlust. Abstand kleiner als Haar/Staub/Rauch. Luftpolster bei hoher Drehzahl schützt.


LMRLongitudinal Magnetic Recording – waagrechte Magnetisierung
PMRPerpendicular Magnetic Recording – senkrecht, 1 Tbit/inch², Double-Layer-Medium

Spuren & Sektoren: Konzentrische Kreise (Spuren), Sektor = Kreisausschnitt, Cluster = 8 Sektoren, Zylinder = übereinander liegende Spuren

Sektor512 Byte (alt) → 4 KByte native (4Kn, seit Mitte 2014)
SSD – Solid State Drive

Massenspeicher ohne bewegliche Teile. Speichermedium = NAND-Flash.

Formate2,5 Zoll (SATA) · M.2 (SATA oder NVMe) · mSATA
NVMeNon-Volatile Memory Express – schnellstes Interface (PCIe)

Vorteile: Geräuschlos, kurze Zugriffszeit, akkuschonend (kein Motor)


Lesen: Flash-Controller liest 2–4 kByte → Pufferspeicher. Keine mechanische Positionierung → sehr schnell.

Schreiben: Block-weise organisiert (128–512 kByte). Vor Schreiben: Block vollständig löschen (Löschspannung) → dann neu schreiben. Langsame SSDs können langsamer sein als schnelle HDDs!

Feinere Halbleiterstrukturen → weniger Elektronen pro Zelle → mehr Bitfehler → weniger Schreibzyklen pro Zelle
🔀 SSHD – Hybrid

Kombination HDD + Flash-Speicher. Flash puffert Schreibzugriffe → HDD bleibt im Stromsparmodus bis Flash voll → dann Übertrag auf Magnetplatte.

AufbauFestplatte + RAM ~8 MB Puffer + Flash-Speicher + Serial-ATA-Interface
🔒 Festplatten sicher entsorgen
Sicherste Methode: Physische Zerstörung (Schreddern/Zerschneiden)
HDDPhysisch zerstören ODER Magnet (Entmagnetisierung)
SSDNUR physisch zerstören – Magnet wirkungslos bei Flash!
🔮 Zukünftige Speichermedien
PCMPhase Change Memory (IBM) – Speicher via elektrischen Widerstand. Amorph (hoch) vs. kristallin (niedrig). Schreiben: 600°C (10–20 ns) + schnell abkühlen. Lesen: niedrige Spannung.
5D QuarzUni Southampton 2016. 360 TB/Scheibe. Überdauert 13,8 Mrd. Jahre. 5 Dimensionen (x,y,z + Größe + Orientierung). Laser schreibt, Polarisationsfilter liest. Hitzestabil bis 1000°C.
🗄️ RAID-Levels – Übersicht

RAID (Redundant Array of Independent Disks) kombiniert mehrere Festplatten zu einem logischen Laufwerk für mehr Geschwindigkeit und/oder Ausfallsicherheit.

LevelMin. DisksTechnikRedundanzGeschw.Nutzbare Kap.
RAID 02Striping (Daten verteilt)Keine!Sehr hoch100 %
RAID 12Mirroring (Spiegelung)1 Disk darf ausfallenLesen schnell50 %
RAID 53Striping + verteilte Parität1 Disk darf ausfallenGut(n-1)/n
RAID 64Striping + doppelte Parität2 Disks dürfen ausfallenGut(n-2)/n
RAID 104Mirroring + Striping1 pro Spiegel-PaarSehr hoch50 %
Praxis: RAID 0 = nur Geschwindigkeit (kein Schutz!). RAID 1 = einfacher Schutz. RAID 5 = Standard in Unternehmen. RAID 10 = Beste Performance + Schutz, aber teuer (halbe Kapazität).
🖥️ BETRIEBSSYSTEME
🖥️ Betriebssystem – Aufgaben

Verbindet Hardware ↔ Software. Verwaltet Benutzeraufträge, Betriebsmittel, Datenbestände.

BereichAufgaben
BetriebsmittelProzessorverwaltung, Geräteverwaltung, Speicherverwaltung
AuftragsAuftragsverwaltung (Scheduling)
DatenDateikatalog, Zugriffsmethoden, Schutzmaßnahmen
📋 OS-Typen & Beispiele
OffenLäuft auf fast allen Plattformen (interoperabel): DOS, Windows, UNIX, Linux, FreeBSD, Android
ProprietärQuellcode geschlossen, ein Hersteller kontrolliert alles: macOS, iOS

WindowsSeit 20.11.1985. Versionen 3/3.1 erste Erfolge. Aktuell Windows 11.
macOSSeit 1984 auf Apple-Hardware. Basiert auf Darwin/XNU-Kernel (BSD-Derivat, NeXTSTEP). Proprietär aber offener Kernel.
LinuxKernel seit 1991 (Linus Torvalds), GNU-Projekt seit 1983 (R. Stallman). Frei & quelloffen. Beliebt: Ubuntu, Linux Mint, Debian, Fedora, Arch Linux, FreeBSD, openWRT.
🧠 Betriebsarten (Hauptspeicherkonzept)
Real ModeAdresse fix, keine Änderung möglich. → DOS
Protected ModeFrames gegen Überschreiben geschützt (mehrere Programme). → Alle modernen OS
Virtual ModeFrames teilweise auf HDD ausgelagert (Paging = Pagefile.sys). Mehr RAM verfügbar. → Alle modernen OS

DimensionVarianten
ProzessorenEinprozessor · Mehrprozessor
ProgrammeEinprogramm · Mehrprogramm
VerbindungOnline · Offline
EntfernungLokal · Remote
💻 Programmiersprachen
OOObjektorientiert: Java, C++, VisualBasic, Smalltalk, C#
KIWissensbasiert (Expertensysteme): PROLOG, LISP
ScriptGrafische Oberflächen: JavaScript, TCL, REXX, CLIST, Ruby, Python
MarkupBeschreibungssprachen (Tags): SGML, HTML, WML, XML
⏱️ Multitasking – Preemptiv vs. Kooperativ

Multitasking = die CPU führt mehrere Programme scheinbar gleichzeitig aus, indem die Rechenzeit verteilt wird.

AspektPreemptivKooperativ
SteuerungBetriebssystemSoftware selbst
CPU-ZuteilungZeitscheiben (Time Slices) nach PrioritätProgramm gibt CPU freiwillig ab
VorteilSystem bleibt reaktionsfähig, stabilEinfach zu implementieren
NachteilKomplexe OS-LogikEin Programm kann System blockieren
BeispielAlle modernen OS (Win 10/11, Linux)Alte Systeme (Win 3.x, Classic Mac OS)
Preemptiv: OS teilt CPU in kleine Zeitscheiben auf (z. B. ~1 ms). Hochpriorisierte Programme (Webserver, DB) bekommen häufiger CPU-Zeit. Normalprogramme (Textverarbeitung) erhalten weniger.
📂 PARTITIONEN & FORMATIERUNG
📂 MBR – Master Boot Record

Erster Sektor eines Speichermediums. Enthält:

  • Partitionstabelle – Aufteilung des Datenträgers
  • Bootloader (Master Boot Code) – Schnittstelle BIOS ↔ Bootsektor

BIOS startet → Bootloader lädt Partitionstabelle → lädt Bootsektor → Betriebssystem

MBR-Partitionen: Max. 4 primäre ODER 3 primäre + 1 erweiterte (mit beliebig vielen logischen). Alle 32-Bit-OS.

Signatur55 AA (letzten 2 Bytes des MBR)
Boot-Flag80 = bootbare Partition
🗂️ GPT – GUID Partition Table

Globally Unique Identifier. Für UEFI-BIOS-PCs.

ESPEFI System Partition – Pflicht, automatisch erstellt
MSRMicrosoft Reserved Partition – Pflicht
LimitBis 128 primäre Partitionen. Keine erweiterten Partitionen.

OSLesenSchreibenBooten
Win XP 32
Win Vista 64
Win 7 64
Win 10 64
Linux 64
📐 Alignment / Misalignment

Offset = Adresse, an der eine Partition beginnt.

Alte Systeme (XP) starten Partition bei Blockadresse 63. Neue HDDs/SSDs nutzen 4K-Sektoren → Überlappung = Misalignment (Ausrichtungsfehler) → bremst Festplatte.

Tool zur Korrektur: GParted (Partitionierer)
📁 Dateisysteme – NTFS, exFAT, FAT32, APFS

Partitionieren = Festplatte in Abschnitte aufteilen (C:, D:). Formatieren = Partition nutzbar machen (Dateisystem anlegen).

DateisystemOSMax. DateiBesonderheit
NTFSWindows16 TBRechteverwaltung, Verschlüsselung (EFS), Journaling
exFATWin + Mac16 EBIdeal für USB-Sticks, SD-Karten, grosse Dateien
FAT32Alle4 GBUniversell kompatibel, aber veraltet. Dateilimit 4 GB!
APFSmacOS8 EBApple-optimiert, Snapshots, schnell bei SSDs
Praxis-Regel: Windows-System → NTFS. USB-Stick für Win+Mac → exFAT. Alte Geräte → FAT32 (max. 4 GB pro Datei!).
🌳 Welches Dateisystem? – Schnellübersicht
SituationEmpfehlungWarum?
💻 Windows-Systemlaufwerk (C:)NTFSRechteverwaltung, Journaling, Verschlüsselung (EFS), max. 16 TB
🍎 Mac-SystemlaufwerkAPFSApple-optimiert, Snapshots, schnell auf SSDs, max. 8 EB
🐧 Linux-Systemlaufwerkext4Linux-Standard, Journaling, stabil, max. 16 TB
🔌 USB-Stick / SD-Karte (modern)exFATWin + Mac kompatibel, keine 4-GB-Limite, max. 16 EB
📺 USB für alte Geräte (TV, Kamera, Auto)FAT32Universell kompatibel, aber max. 4 GB pro Datei!
💾 Externe Festplatte (nur Windows)NTFSVolle Features, grosse Dateien, Rechteverwaltung
💾 Externe Festplatte (Win + Mac)exFATPlattformübergreifend, keine Grösseneinschränkung
Faustregel: Windows intern → NTFS · Mac intern → APFS · Alles was geteilt wird → exFAT · Uralte Geräte → FAT32
⚙️ HARDWARE & ARCHITEKTUREN
🏗️ Von-Neumann-Architektur

Ein Rechner besteht aus:

Steuerwerk
Rechenwerk
Speicherwerk (RAM)
Ein-/Ausgabewerk

Programm = Kette logischer Binärentscheidungen, seriell abgearbeitet. Programm & Daten im gleichen Arbeitsspeicher.

Bus-System: Northbridge (schnell: CPU ↔ RAM ↔ GPU) & Southbridge (langsam: USB, SATA, LAN) → Details siehe Karte Mainboard-Komponenten.
🔀 Harvard-Architektur

Getrennter Speicher für Daten und Programme. Programm und Daten können gleichzeitig aus dem Speicher gelesen werden.

Die Northbridge ist direkt im Prozessor integriert (im Gegensatz zu Von Neumann).

Von NeumannHarvard
SpeicherGemeinsamGetrennt
LesenSeriellParallel
NorthbridgeExternIm CPU
🔧 CISC – Complex Instruction Set Computer

Komplexe Befehle → grosse Vielfalt in einem Befehlssatz → vereinfachte Programmierung. Kleiner Registersatz, Steuereinheit mit Mikrocode-Speicher.

Beispiel: Ältere Intel x86-Prozessoren

Moderne Prozessoren enthalten oft RISC-Elemente intern.

RISC – Reduced Instruction Set Computer

Wenige, einfache Befehle → höhere Ausführungsgeschwindigkeit, bessere Pipeline-Auslastung. Grosser Registersatz, hartverdrahtete Steuereinheit, getrennte Befehls-/Datencache.

Beispiele: ARM, MIPS → Mobilgeräte, IoT, Eingebettete Systeme
🚀 Vektor-Prozessoren

Ein Steuerwerk nutzt mehrere Ganzzahl-Rechenwerke (mehrfaches Pipelining). Obwohl noch Von-Neumann-Prinzip, sehr leistungsfähig.

Beispiel: Cray-Superrechner, Pentium (nutzt Technik ebenfalls)
🔲 Mehrprozessor-Technologie
Asymm.Ein Master-CPU steuert, verteilt auf spezialisierte CPUs (z.B. CPU1=OS, CPU2=DB, CPU3=Web)
Symmetr.Aufgaben gleichmäßig auf alle CPUs verteilt. Gleicher Speicherzugriff. Programme müssen modular programmiert sein.
🔌 Mainboard-Komponenten

Das Mainboard verbindet alle Hardware-Komponenten über Bussysteme (Leitungen für Daten, Adressen, Steuersignale).

CPU-SockelVerbindet Prozessor mechanisch & elektrisch. Transistoren rund um den Sockel versorgen die CPU mit Strom und gleichen Spannungsspitzen aus.
ChipsatzVerbindet CPU, Speicher & Peripherie. Enthält ROM. Steuert Bootvorgang & Strommanagement.
NorthbridgeSchnelle Datenwege: CPU ↔ RAM ↔ GPU (PCIe). Bei modernen CPUs direkt im Prozessor integriert.
SouthbridgeLangsamere I/O: USB, SATA, Audio, LAN, Netzwerk.

RAM / DIMMFlüchtiger Arbeitsspeicher. Inhalte gehen bei Stromverlust verloren. Mehr RAM = bessere Datenverarbeitung.
M.2Kompakter Steckplatz für NVMe-SSDs oder WLAN-Module. Über PCIe x4 = mehrere GB/s.
SATA IIIStandard-Anschluss für HDDs, SSDs, optische Laufwerke. Max. 6 Gbit/s.
ATX 24-PinHauptstromanschluss. Liefert +3,3 V, +5 V, +12 V. Steuert Power-On (PS-ON) und Power-OK.
CMOSKleiner Speicherchip, speichert BIOS/UEFI-Einstellungen (Systemzeit, Boot-Reihenfolge). Batterie-gepuffert.
KondensatorenÜberall auf dem Board verteilt. Speichern/geben elektrische Energie ab, gleichen Stromschwankungen aus, verhindern Kurzschlüsse.
🔗 PCIe-Slots – Lanes & Bandbreite

Universale Schnittstelle mit verschiedenen Datenübertragungsraten. Mehr Lanes (x) = mehr Bandbreite.

SlotLanesTypische Geräte
PCIe x11Netzwerkkarten (LAN/WLAN), Soundkarten, USB-Erweiterung
PCIe x44NVMe SSDs, schnellere Netzwerkkarten, RAID-Controller
PCIe x88Professionelle Netzwerkkarten, Server-RAID-Controller
PCIe x1616Hochleistungs-Grafikkarten, Videobearbeitungskarten
Merke: Je mehr Lanes, desto mehr Daten gleichzeitig. Ein PCIe-x16-Slot hat die 16-fache Bandbreite eines x1-Slots.
🔌 USB-Generationen – Übersicht
StandardMax. GeschwindigkeitStecker
USB 1.012 Mbit/sType A, Type B
USB 2.0 (Hi-Speed)480 Mbit/sType A, Type B, Mini-A/B, Micro-A/B
USB 3.0 / 3.1 Gen 1 / 3.2 Gen 1 (SuperSpeed)5 Gbit/sType A (blau), Type B, Type C
USB 3.1 Gen 2 / 3.2 Gen 2 (SuperSpeed+)10 Gbit/sType A, Type C
USB 3.2 Gen 2x220 Gbit/sType C
Type-C ist der moderne Universalstecker: beidseitig einsteckbar, unterstützt alle Geschwindigkeiten und kann auch Strom (USB-PD) und Videosignale übertragen.
📏 CPU-Kenngrössen & Geschwindigkeit
TaktgeberQuarzkristall erzeugt periodisches Signal → gibt den Rhythmus für alle Operationen vor.
TaktfrequenzWie oft der Takt pro Sekunde schlägt. Gemessen in Hz. Moderne CPUs: mehrere GHz (Milliarden Takte/s).
ZykluszeitZeit für eine Aufgabe. Zykluszeit = 1 / Taktfrequenz. Je kürzer, desto schneller.
MIPSMillionen Instruktionen pro Sekunde = Taktfrequenz (MHz) / Takte pro Instruktion (CPI).

Rechenbeispiel: CPU mit 2800 MHz, 4 Takte pro Instruktion →
2800 MHz / 4 CPI = 700 MIPS (700 Millionen Instruktionen/Sekunde)
🔄 32-Bit vs. 64-Bit – Evolution

Die Bit-Breite bestimmt, wie viele Daten der Prozessor pro Operation verarbeiten kann.

ÄraBreiteVerarbeitungZeitraum
1. Gen8-Bit1 Byte = 1 ZeichenFrühe PCs
2. Gen16-Bit2 Byte = 2 ZeichenBis ca. 1995
3. Gen32-Bit4 Byte = 1 Wort1995–2010
4. Gen64-Bit8 Byte = DoppelwortAb 2005+

Abwärtskompatibilität:

CPUBetriebssystemProgramme
16-Bit16-Bit OSNur 16-Bit
32-Bit32-Bit OS16-Bit + 32-Bit
64-Bit64-Bit OS32-Bit + 64-Bit
64-Bit32-Bit OSNur 32-Bit
Wichtig: 64-Bit OS kann KEINE 16-Bit Programme ausführen! Lösung: Virtualisierung (z. B. VMware → alte 16-Bit Software in VM betreiben).
☁️ VIRTUALISIERUNG
☁️ Formen der Virtualisierung
1. ServerPhysischer Server → mehrere isolierte VMs. Häufigste Form.
2. DesktopDesktop virtualisiert → Zugriff von verschiedenen Geräten übers Netzwerk.
3. NetzwerkNetzwerkressourcen (Bandbreite, Switches) → virtuelles Netz, unabhängig von physischer Infrastruktur.
4. SpeicherPhysische Speicher → ein einziger Speicherpool.
5. AnwendungApp läuft auf Server, wird aber lokal präsentiert.
6. DatenDaten aus verschiedenen Quellen aggregiert → Zugriff ohne Kenntnis von Ort/Format.
Vorteile der Virtualisierung
1. Ressourceneffizienz
2. Kostenreduktion
3. Skalierbarkeit
4. Isolation & Sicherheit
5. Hochverfügbarkeit
6. Testen & Entwickeln
7. Legacy-Anwendungen
8. Cloud Computing

Ressourceneffizienz: Mehrere VMs auf einem Host, jede mit eigenem OS/Apps.

Kosten: Weniger Hardware → weniger Strom, weniger Kühlung.

Isolation: Kompromittierte VM beeinflusst andere nicht.

Cloud: Virtualisierung ist die Grundlage für Cloud-Dienste.

📈 Skalierbarkeit – Scale Up vs. Scale Out
Vertikal (Scale Up)Horizontal (Scale Out)
PrinzipBestehende VM leistungsfähiger machenWeitere VMs hinzufügen
WieMehr CPU, RAM oder Speicher zuweisenArbeitslast auf mehrere Server verteilen
EinsatzEinzelne App braucht mehr LeistungViele Benutzer / Cloud-Systeme
Analogie1 VM → stärker machen1 VM → mehrere VMs
🔣 BOOLESCHE ALGEBRA
🔣 Boolesche Hauptverknüpfungen

Die booleschen Hauptverknüpfungen sind die Logikbausteine. Wahrheitstabellen zeigen alle Kombinationen der Eingangssignale mit dem Ausgangssignal. Es gibt drei Grundoperationen:

UND (Konjunktion)
ODER (Disjunktion)
NICHT (Negation)

E1E2UND (·)ODER (+)NICHT E1 (E̅1)
00001
01011
10010
11110

UNDAusgang = 1, wenn alle Eingänge 1 sind
ODERAusgang = 1, wenn mindestens ein Eingang 1 ist
NICHTAusgang = Invertierung des Eingangs (0→1, 1→0)

Normen für Schaltsymbole:
IEC 60617-12 (europäisch) – International Electrotechnical Commission
IEEE/ANSI 91-1984 (amerikanisch)
📐 Darstellungsformen – Schaltalgebra

Neben der Wahrheitstabelle haben sich weitere Darstellungsformen durchgesetzt, um eine Schaltfunktion bzw. booleschen Ausdruck zu beschreiben. Verwendet in der Schaltalgebra.


UNDAls Multiplikation dargestellt: E1 · E2
ODERAls Addition dargestellt: E1 + E2
NICHTQuerstrich über Signal/Variable: E̅1

Beispiel-Gleichungen einer Schaltung:

Schaltung 1 (UND vor ODER):
(E1 · E2) + E3 = A1
Schaltung 2 (ODER vor UND):
(E1 + E2) · E3 = A1

Merke: Klammern bestimmen die Reihenfolge – wie in der Mathematik wird innerhalb der Klammer zuerst gerechnet.
🔒 IT-SICHERHEIT & SCHUTZ
🛡️ Sicherheit vs. Schutz
Sicherheit (physisch)Schutz (logisch)
DefinitionPhysische Sicherung von Hardware, Netzen und DatenLogischer Schutz von Benutzern und Daten
BeispieleServerraum, USV, Brandschutz, Zutritts-KontrolleVerschlüsselung, Passwörter, Berechtigungen, Firewall

Physische Sicherheit umfasst:

Standort Serverraum
Backup / Recovery
USV (Stromversorgung)
Brandschutz
Zutritts-Kontrolle
Notfallpläne
Dokumentation
Warum wichtig: Geschäftswissen ist auf IT-Systemen gespeichert. Versagen, Ausfälle, Datenverlust oder Diebstahl können katastrophale Folgen haben — auch für KMU.
🔐 VERSCHLÜSSELUNG
🔑 Verschlüsselungstechniken – Übersicht

Verschlüsselung (engl. encryption) dient dem sicheren Transport vertraulicher Nachrichten von A nach B. Zur Verschlüsselung benötigt man:

AlgorithmusVerschlüsselungsvorschrift – die Methode, nach der verschlüsselt wird
Schlüssel„Arbeitsanweisung" für den Algorithmus – ergänzt die Vorschrift
SchlüssellängeAnzahl der Möglichkeiten – bestimmt die „Knackbarkeit" der Verschlüsselung

Es gibt drei Varianten der Verschlüsselung:

Symmetrisch (klassisch)
Asymmetrisch (seit Ende 70er)
Hybrid (Kombination)
🔒 Symmetrische Verschlüsselung

Älteste Methode der Verschlüsselung. Ver- und Entschlüsseln verwenden denselben Schlüssel.

PrinzipEin gemeinsamer geheimer Schlüssel für Sender und Empfänger
VerfahrenDES, 3DES, IDEA, AES

Nachteile:
• Der Schlüssel muss geheim gehalten werden (sicherer Austausch nötig)
• Für jeden Kommunikationspartner existiert ein eigener Schlüssel → viele Schlüssel bei vielen Partnern
🔓 Asymmetrische Verschlüsselung

Seit 1978 durch den RSA-Algorithmus (patentiert 1983). Nutzt zwei mathematisch verknüpfte Schlüssel (z. B. Primzahlen mit 200 Dezimalstellen).

Public KeyÖffentlicher Schlüssel → zum Verschlüsseln (kann jeder kennen)
Private KeyPrivater Schlüssel → zum Entschlüsseln (nur beim Empfänger)
VerfahrenRSA, PGP
Nachteil: Dieses Verfahren ist deutlich langsamer als das symmetrische (RSA ist ca. 1000× langsamer als DES).
🦠 VIREN & MALWARE
🦠 Virentypen & Malware
Fakten 2022/2023: Rund 196.000 unterschiedliche Computer-Viren im Umlauf. Jeden Monat Hunderte neue. Weltweit Schäden in Milliardenhöhe. Grösster Ransomware-Angriff: WannaCry.

TypBeschreibung
BackdoorErmöglicht unbemerkt Fernzugriff auf fremde Computer/Server über ein Netzwerk
RansomwareDringt in Systeme ein, verschlüsselt Daten und verlangt Lösegeld für die Freigabe
TrojanerTarnt sich als nützliches Programm, führt im Hintergrund nicht-autorisierte Aktionen aus (Spionage, DDoS-Fernsteuerung)
VirusBraucht ein Wirtsprogramm zur Verbreitung. Versteckt sich in Dateien, Makros (z. B. Word), Bootsektoren
WurmEigenständiges Programm – braucht kein Wirtsprogramm. Verbreitet sich aktiv über Netzwerke
🛡️ Antiviren-Programme (Unternehmen)

Anforderungen an Unternehmens-Antivirus:

  • Verträglichkeit mit Server- und Client-Betriebssystemen
  • Zentrale Verwaltung von Servern aus
  • Für User auf Clients im Hintergrund (ohne Pop-Up-Meldungen)
  • Regelmässige Updates & zuverlässige Virenerkennung/-löschung
WICHTIG: Niemals zwei Antivirus-Programme nebeneinander installieren! Sie blockieren sich gegenseitig. Altes erst deinstallieren, dann neues installieren. Ausnahme: SUPERAntiSpyware.

ProduktStärken
ESETPreislich attraktiv, 80% Ingenieure im Team, eigene ML-Engine „Augur" (Deep Learning + 6 Klassifizierungsalgorithmen), intelligente Zentralsteuerung
Trend Micro Vision OneIntelligente Zentralsteuerung, automatische Client-Erkennung & Installation, viel Automation, XDR (Extended Detection and Response)
McAfeePreislich attraktiv, wenig Marketing – mehr Technik, wenig Ressourcenverbrauch, gutes Informationstool zu aktuellen Viren-News
🔧 Lokale Antiviren-Tools (am Client/PC)
ToolBeschreibung
Stinger (McAfee)Kostenlos, keine Installation nötig, als Notfall-Antivirus via USB nutzbar für gründlichen Quick-Scan wenn der Client nicht mehr unter Kontrolle ist
SUPERAntiSpywareKostenlos, kann parallel zu anderen Antivirus-Programmen laufen. Scannt in allen drei Ebenen: 1. Files/Daten, 2. Memory (RAM, Treiber), 3. Registry (zentrale Windows-Datenbank)
🖥️ Hypervisor – Virtualisierungssoftware

Der Hypervisor (auch „Virtualisierungsplattform") läuft direkt auf dem physischen Host-Server. Er erstellt und verwaltet virtuelle Maschinen, indem er CPU, RAM, Speicher und Netzwerkressourcen zuteilt.

FunktionErstellt und verwaltet VMs, teilt Hardware-Ressourcen zu
ErgebnisMehrere voneinander getrennte virtuelle Server auf derselben Hardware

Hardware-Abstraktion durch Virtualisierung:

EbeneFunktion
Reale HardwarePhysische CPU, RAM, Datenträger
HypervisorErzeugt virtuelle Hardware
GastbetriebssystemDenkt, es läuft auf echter Hardware
AnwendungLäuft wie auf einem alten PC
🔄 Server-Infrastruktur: Früher vs. Heute
🧱 Früher (alte Methode)⚫ Heute (virtualisiert)
AufbauJe 1 Server für E-Mail, Dateiablage, Datenbank, Webseite – alles separiertEin grosser Server (Blackbox) mit starker CPU, viel RAM, viel Speicher (oder NAS/SAN)
AuslastungServer nur zu 20–30% ausgelastet (Verschwendung)Ressourcen effizient genutzt
KostenTeuer (Hardware, Strom, Platz)Kostenersparnis, weniger Hardware
FlexibilitätStarr, neuer Server = neue HardwareVMs schnell erstellt, Snapshots & Backups, Live-Migration möglich
💾 NAS / SAN – Netzwerkspeicher

Ein zentraler Datenspeicher im Netzwerk, auf den der Host-Server zugreift. Physisch vom Host-Server getrennt.

NASNetwork Attached Storage – Speicher direkt am Netzwerk angeschlossen, dateibasiert
SANStorage Area Network – separates Hochgeschwindigkeits-Speichernetzwerk, blockbasiert

Aufgaben:

  • Speichert die virtuellen Festplatten der VMs
  • Ermöglicht Live-Migration (VM auf anderen Host verschieben)
  • Ermöglicht zentrale Backups und hohe Verfügbarkeit
Kenngrössen: NAS/SAN-Systeme werden im PB-Bereich (Petabyte) gemessen.
Bit & Byte – Grundlagen

Ein Bit ist die kleinste Informationseinheit im Computer. Es kann nur zwei Werte annehmen:

1Strom fliesst (an) – physisch: Transistor geschlossen
0Strom fliesst nicht (aus) – physisch: Transistor offen
Netzwerk und Prozessor werden immer in Bit gemessen. In der CPU arbeiten Milliarden Transistoren (Mini-Schalter), die extrem schnell zwischen 0 und 1 schalten.

Ein Byte = 8 Bit (logische/organisatorische Einheit, nicht physisch existent). Mit 8 Bits → 256 verschiedene Kombinationen (0–255).

ASCIIComputer nutzen z. B. den ASCII-Code: A = 01000001, B = 01000010, C = 01000011

Datenträger werden in Byte gemessen:

EinheitPraxis-Beispiel
MBFloppy Disk = 1,44 MB
GBDVD = 4,8 GB · Blu-ray = 50 GB · USB-Stick · SSD/HDD
TBHDD/SSD = bis 20 TB
PBNAS / SAN (Rechenzentren)
Merke: 1 A4-Seite Text ≈ 2 KB = 2048 Byte
📐 Kenngrössen – SI-Präfixe (Potenzen von 10)
PotenzNameSymbolDezimalzahlZahlwort
1024YottaY1 000 000 000 000 000 000 000 000Quadrillion
1021ZettaZ1 000 000 000 000 000 000 000Trilliarde
1018ExaE1 000 000 000 000 000 000Trillion
1015PetaP1 000 000 000 000 000Billiarde
1012TeraT1 000 000 000 000Billion
109GigaG1 000 000 000Milliarde
106MegaM1 000 000Million
103Kilok1 000Tausend
100Basis1Eins
10−3Millim0,001Tausendstel
10−6Mikroµ0,000 001Millionstel
10−9Nanon0,000 000 001Milliardstel
10−12Pikop0,000 000 000 001Billionstel
Merke: In der IT sind vor allem Kilo, Mega, Giga, Tera, Peta (grosse Einheiten) und Nano (z. B. nm-Fertigung bei CPUs) relevant.
📊 OS-Marktanteile (Desktop)

Einteilung der Betriebssysteme nach Marktanteil (Desktop):

BetriebssystemMarktanteil
Windows 1077,95 %
macOS9,89 %
Windows 75,61 %
Linux1,77 %
Chrome OS1,28 %
Windows 8.10,89 %
Fazit: Windows dominiert den Desktop-Markt mit grossem Abstand. macOS folgt auf Platz 2. Linux hat im Desktop-Bereich nur einen kleinen Anteil, dominiert aber bei Servern.
⚠️ RAM-Seitenfehler & Protected Mode

Im Mehrprogramm-Betrieb hat jedes Programm ein eigenes Frame (Datenelement) im RAM zugeteilt.

Hauptursache für instabile Betriebssysteme: Fehler im RAM! Sichtbar im Task Manager unter „Seitenfehler".

Was passiert bei einem Seitenfehler?

  • Programm P1 will auf sein Datenelement D1 zugreifen
  • Ein anderes Programm (P2/P3) hat D1 überschrieben
  • D1 muss neu generiert werden → Seitenfehler

Praxis: Seitenfehler sind völlig normal. Hersteller tunen RAM auf Geschwindigkeit, sodass Fehler kaum bemerkbar sind. Bei langsamerem RAM können häufige Seitenfehler zu spürbaren Verzögerungen und Fehlermeldungen führen. → Schnelle Mainboards mit guten Bussystemen sind entscheidend.
🌐 NETZWERK-GRUNDLAGEN
📶 OSI-Modell (7 Schichten)

Das OSI-Referenzmodell (Open Systems Interconnection) beschreibt die Kommunikation in 7 Schichten.

Nr.SchichtEnglischAufgabeBeispiele
7AnwendungApplicationSchnittstelle zum BenutzerHTTP, FTP, SMTP, DNS
6DarstellungPresentationDatenformat, Verschlüsselung, KompressionSSL/TLS, JPEG, ASCII
5SitzungSessionVerbindungsauf-/-abbau, SynchronisationNetBIOS, RPC
4TransportTransportEnde-zu-Ende-Verbindung, FlusskontrolleTCP, UDP
3VermittlungNetworkRouting, logische AdressierungIP, ICMP, ARP
2SicherungData LinkFehlererkennung, MAC-Adresse, FramesEthernet, WLAN, Switch
1BitübertragungPhysicalPhysikalische Übertragung (Kabel, Funk)Kupfer, Glasfaser, Hub
Eselsbrücke (von 7→1): Alle Deutschen Schüler Trinken Verschiedene Sorten Bier
🔗 TCP/IP-Modell (4 Schichten)

Das TCP/IP-Modell ist die praktische Umsetzung des OSI-Modells und bildet die Basis des Internets.

Nr.TCP/IP-SchichtEntspricht OSIProtokolle
4AnwendungOSI 5–7HTTP, FTP, SMTP, DNS, SSH
3TransportOSI 4TCP (zuverlässig), UDP (schnell)
2InternetOSI 3IP, ICMP, ARP, IGMP
1NetzzugangOSI 1–2Ethernet, WLAN, PPP
TCP vs. UDP: TCP = verbindungsorientiert, zuverlässig (Webseiten, E-Mail). UDP = verbindungslos, schnell (Streaming, Gaming, DNS).
🏷️ IPv4 vs. IPv6
EigenschaftIPv4IPv6
Adresslänge32 Bit128 Bit
Adressenca. 4,3 Mrd. (2³²)ca. 3,4 × 10³⁸ (2¹²⁸)
NotationDezimal, 4 Oktette: 192.168.1.1Hexadezimal, 8 Gruppen: 2001:0db8::1
NATHäufig nötig (Adressmangel)Nicht nötig (genug Adressen)
HeaderVariabel, komplexFix 40 Byte, einfacher
IPsecOptionalIntegriert
BroadcastJaNein (Multicast stattdessen)
Übergang: Dual-Stack (beide parallel), Tunneling (IPv6 in IPv4), Translation (NAT64).
🚪 Wichtige Ports

Ports identifizieren Dienste auf einem Rechner (0–65535). Well-Known Ports: 0–1023.

PortProtokollDienst
20/21FTPDateiübertragung (Daten/Steuerung)
22SSHSichere Fernwartung (verschlüsselt)
23TelnetFernwartung (unverschlüsselt!)
25SMTPE-Mail senden
53DNSNamensauflösung (Domain → IP)
67/68DHCPAutomatische IP-Vergabe
80HTTPWebseiten (unverschlüsselt)
110POP3E-Mail abrufen (Download)
143IMAPE-Mail abrufen (Server-Sync)
443HTTPSWebseiten (verschlüsselt, TLS)
3389RDPRemote Desktop (Windows)
🏢 ACTIVE DIRECTORY & BENUTZERVERWALTUNG
👤 Benutzerkonten – Typen

Im Active Directory wird die Benutzer- und Datenverwaltung nicht mehr lokal, sondern zentral auf einem Server verwaltet.

KontotypBeschreibung
StandardbenutzerkontoNormaler Benutzer mit eingeschränkten Rechten
AdministratorkontoVolle Kontrolle über das lokale System
GastkontoTemporärer Zugang mit minimalen Rechten
DomänenbenutzerkontoBenutzer in einer Active-Directory-Domäne, zentral verwaltet
Domänenadministrator-KontoVolle Kontrolle über alle Computer und Ressourcen in einer Domäne. Kann Benutzerkonten verwalten, GPOs konfigurieren und Netzwerkinfrastruktur verwalten.
GruppenrichtlinienbenutzerUnterliegen speziellen Gruppenrichtlinien (GPOs), die über das Active Directory verteilt werden. Berechtigungen abhängig von zugewiesenen GPOs.
🔗 AGDLP-Prinzip

Das AGDLP-Prinzip beschreibt die empfohlene Vorgehensweise zur Rechtevergabe in Active Directory:

BuchstabeBedeutungErklärung
AAccountBenutzerkonto wird erstellt
GGlobal GroupBenutzer wird einer globalen Gruppe zugewiesen (gilt nur innerhalb einer Domäne)
DLDomain Local GroupGlobale Gruppe wird in eine domänenlokale Gruppe aufgenommen (kann Mitglieder aus mehreren Domänen enthalten, vergibt lokale Berechtigungen)
PPermissionBerechtigungen werden der domänenlokalen Gruppe zugewiesen
Merke: A → G → DL → P. Benutzer nie direkt Berechtigungen geben, sondern immer über Gruppen!
👑 FSMO-Rollen (Flexible Single Master Operations)

In Active Directory gibt es fünf spezielle Rollen, die jeweils nur ein einziger Domänencontroller gleichzeitig innehat:

RolleGeltungsbereichAufgabe
Schema MasterGesamtwald (Forest)Verwaltet Änderungen am Active-Directory-Schema (Struktur der Objekte und Attribute)
Domain Naming MasterGesamtwald (Forest)Verwaltet das Hinzufügen und Entfernen von Domänen im Wald
RID MasterDomäneVerteilt RID-Pools (Relative Identifier) an Domänencontroller zur eindeutigen Objekterstellung
PDC EmulatorDomänePasswortänderungen, Zeitsynchronisation, Gruppenrichtlinien-Verarbeitung
Infrastructure MasterDomäneAktualisiert Verweise auf Objekte aus anderen Domänen
Wichtig: 2 Rollen gelten waldweit (Schema Master, Domain Naming Master), 3 Rollen gelten pro Domäne (RID, PDC Emulator, Infrastructure Master).
RID-Pool: Jedes Objekt im Active Directory erhält einen Security Identifier (SID). Der Relative Identifier (RID) ist der letzte Teil des SIDs, der in der Domäne eindeutig ist.
Beispiel-SID: S-1-5-21-XXXXXX-XXXXXX-XXXXXX-6705 → Die 6705 ist der RID. Jeder Domänencontroller hat einen RID-Pool, der durch den RID Master verwaltet wird.
🏗️ Active Directory – Aufbau & Struktur
ElementTypBeschreibung
Domäne (z. B. ictwt.ch)DomäneOberste Verwaltungseinheit
OU (Organisationseinheit)ContainerOrdnet Objekte hierarchisch in der Domäne
Weitere OUsUnterknotenVerschachtelte Gliederung innerhalb von OUs
Gruppen & UserObjekteBenutzer und Gruppen innerhalb von OUs
Global GroupGruppeGilt nur innerhalb einer Domäne
Domain Local GroupGruppeKann Mitglieder aus mehreren Domänen enthalten, vergibt lokale Berechtigungen
GPOsRichtlinieGruppenrichtlinien, werden auf OUs angewendet
OUs und GPOs: Alle OUs (Organisationseinheiten) sind Container, in denen GPOs (Gruppenrichtlinien) platziert werden können. GPOs können nur in OUs integriert und definiert werden. Die GPOs werden als Verknüpfung in der OU hinterlegt und zentral auf dem Server verwaltet.
🔄 Datenfluss im Prozessor – ALU & FPU

Der Prozessor enthält verschiedene spezialisierte Recheneinheiten:

EinheitFunktionDetails
ALU (Arithmetic Logic Unit)Rechnet mit ganzen ZahlenMehrere ALUs pro CPU-Kern für parallele Berechnungen
FPU (Floating Point Unit)Rechnet mit GleitkommazahlenNur eine FPU pro Kern, für nicht-ganzzahlige Berechnungen
BefehlsspeicherSpeichert auszuführende InstruktionenTeil des L1-Cache (Instruction Cache)
DatenspeicherSpeichert zu verarbeitende DatenTeil des L1-Cache (Data Cache)
Zusammenfassung: CISC = wenige, komplexe Befehle · RISC = einfache, schnelle Befehle · Vektor = verarbeitet viele Daten gleichzeitig. RISC ist effizient & schnell, CISC ist flexibel, Vektor ist stark bei parallelen Berechnungen.
🤖 KÜNSTLICHE INTELLIGENZ
🧠 AI – Artificial Intelligence

Künstliche Intelligenz beschäftigt sich mit Methoden, die es Maschinen ermöglichen, Aufgaben zu lösen, wie es ein Mensch tun würde.

UmfasstNicht nur Informatik, sondern auch Psychologie, Neurowissenschaften, Linguistik, Kommunikation, Mathematik

Emergenz in neuronalen Netzen:

Eine einzelne Nervenzelle kann weder denken noch fühlen. Aber Milliarden davon zusammen erzeugen Bewusstsein, Sprache, Kreativität. Ähnlich bei KI: einfache Recheneinheiten → komplexes Verhalten durch Zusammenspiel.

Computational Thinking & Prompting:

PromptingDie richtige Fragestellung an eine KI. Klar, strukturiert, detailliert formulieren.
GrundsatzKI gibt keine Fakten, sondern Wahrscheinlichkeiten! Immer Antworten prüfen und analysieren.
Wichtig: ChatGPT & Co. sind Sprachmodelle — sie berechnen die wahrscheinlichste Antwort, nicht die korrekte. Immer kritisch hinterfragen!