⚡ IT Lab

🛠️ INTERAKTIVE KONVERTER & RECHNER
🔢 Zahlensystem-Konverter (Binär ↔ Dezimal ↔ Hex)
Tipp: Direkt in ein Feld eingeben → andere werden automatisch berechnet
🧮 Boolescher Ausdruck → Wahrheitstabelle (interaktiv)
Operatoren: UND = · * & UND AND  ·  ODER = + | ODER OR  ·  NICHT = ! ¬ NICHT NOT
Variablen: A–Z (Großbuchstaben, max. 5)  ·  Klammern: ( )
📊 Zahlentabelle 0–255
DezBinärHex
Hex-Buchstaben: A=10, B=11, C=12, D=13, E=14, F=15
1 Byte = 8 Bit → 256 Werte (0–255 = 00000000–11111111 = 00–FF)
💡 Umrechnungs-Tipps & Stellenwerte

Binär → Dezimal: Stellenwerte (Potenzen von 2) addieren, wo eine 1 steht.

Stelle2⁷2⁶2⁵2⁴2⁰
Wert1286432168421
Beispiel: 11001010 = 128+64+8+2 = 202

Dezimal → Binär: Fortlaufend durch 2 teilen, Reste von unten nach oben lesen.


Binär ↔ Hex: Je 4 Bit = 1 Hex-Ziffer (von rechts gruppieren).

1100 1010C ACA

Häufige Werte zum Merken:

1 Byte8 Bit → max. 255 (FF) → 256 Werte (0–255)
2 Byte16 Bit → max. 65.535 (FFFF)
4 Byte32 Bit → ca. 4,29 Mrd. (FFFFFFFF)
2¹⁰1024 = 1 KiB (Kibibyte)
2²⁰1.048.576 = 1 MiB
🔟 Dezimales Zahlensystem

Das Dezimalsystem ist unser tägliches Zahlensystem zur Basis 10. Es nutzt 10 Ziffern: 0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9.

Basis10 (deshalb auch „Zehnersystem")
Ziffern0–9 (insgesamt 10 Symbole)
PrinzipStellenwertsystem – jede Position hat einen Faktor 10ⁿ

Stellenwerte (10⁰ – 10⁷):

Stelle10⁷10⁶10⁵10⁴10³10²10¹10⁰
Wert 10.000.000 1.000.000 100.000 10.000 1.000 100 10 1

Rechenbeispiel: Die Zahl 243 setzt sich so zusammen:

243 = (2 × 10²) + (4 × 10¹) + (3 × 10⁰)
     = (2 × 100) + (4 × 10) + (3 × 1)
     = 200 + 40 + 3 = 243

Weiteres Beispiel: 5.029

5.029 = (5 × 10³) + (0 × 10²) + (2 × 10¹) + (9 × 10⁰)
       = 5000 + 0 + 20 + 9 = 5.029

Merke: Das gleiche Prinzip gilt für alle Zahlensysteme – nur die Basis ändert sich (Binär = 2, Hex = 16, Oktal = 8).
💾 SPEICHERMEDIEN
💿 HDD – Hard Disk Drive
Grössen3,5 Zoll (Desktop) · 2,5 Zoll (Laptop/extern)
Max. Kap.Bis 20 TByte (Ende 2021), 524 MB/s Transfer
Schnitts.IDE · SATA · SCSI · SAS

Bauteile: Magnetplatte, Schreib-/Lese-Kopf & Arm, Armelektronik, Motor für Kopfpositionierung, Drehachse, Gehäuse (luftdicht), Anschlussleiste


Drehzahlen5.400 (leise) · 7.200 (Standard) · 10.000–15.000 (Server, extra Kühlung)
Zugriffsz.4–20 ms = Suchzeit + Latenzzeit (halbe Umdrehung)

Head-Crash: Berührung Kopf/Scheibe → Datenverlust. Abstand kleiner als Haar/Staub/Rauch. Luftpolster bei hoher Drehzahl schützt.


LMRLongitudinal Magnetic Recording – waagrechte Magnetisierung
PMRPerpendicular Magnetic Recording – senkrecht, 1 Tbit/inch², Double-Layer-Medium

Spuren & Sektoren: Konzentrische Kreise (Spuren), Sektor = Kreisausschnitt, Cluster = 8 Sektoren, Zylinder = übereinander liegende Spuren

Sektor512 Byte (alt) → 4 KByte native (4Kn, seit Mitte 2014)
SSD – Solid State Drive

Massenspeicher ohne bewegliche Teile. Speichermedium = NAND-Flash.

Formate2,5 Zoll (SATA) · M.2 (SATA oder NVMe) · mSATA
NVMeNon-Volatile Memory Express – schnellstes Interface (PCIe)

Vorteile: Geräuschlos, kurze Zugriffszeit, akkuschonend (kein Motor)


Lesen: Flash-Controller liest 2–4 kByte → Pufferspeicher. Keine mechanische Positionierung → sehr schnell.

Schreiben: Block-weise organisiert (128–512 kByte). Vor Schreiben: Block vollständig löschen (Löschspannung) → dann neu schreiben. Langsame SSDs können langsamer sein als schnelle HDDs!

Feinere Halbleiterstrukturen → weniger Elektronen pro Zelle → mehr Bitfehler → weniger Schreibzyklen pro Zelle
🔀 SSHD – Hybrid

Kombination HDD + Flash-Speicher. Flash puffert Schreibzugriffe → HDD bleibt im Stromsparmodus bis Flash voll → dann Übertrag auf Magnetplatte.

AufbauFestplatte + RAM ~8 MB Puffer + Flash-Speicher + Serial-ATA-Interface
🔒 Festplatten sicher entsorgen
Sicherste Methode: Physische Zerstörung (Schreddern/Zerschneiden)
HDDPhysisch zerstören ODER Magnet (Entmagnetisierung)
SSDNUR physisch zerstören – Magnet wirkungslos bei Flash!
🔮 Zukünftige Speichermedien
PCMPhase Change Memory (IBM) – Speicher via elektrischen Widerstand. Amorph (hoch) vs. kristallin (niedrig). Schreiben: 600°C (10–20 ns) + schnell abkühlen. Lesen: niedrige Spannung.
5D QuarzUni Southampton 2016. 360 TB/Scheibe. Überdauert 13,8 Mrd. Jahre. 5 Dimensionen (x,y,z + Größe + Orientierung). Laser schreibt, Polarisationsfilter liest. Hitzestabil bis 1000°C.
🖥️ BETRIEBSSYSTEME
🖥️ Betriebssystem – Aufgaben

Verbindet Hardware ↔ Software. Verwaltet Benutzeraufträge, Betriebsmittel, Datenbestände.

BereichAufgaben
BetriebsmittelProzessorverwaltung, Geräteverwaltung, Speicherverwaltung
AuftragsAuftragsverwaltung (Scheduling)
DatenDateikatalog, Zugriffsmethoden, Schutzmaßnahmen
📋 OS-Typen & Beispiele
OffenLäuft auf fast allen Plattformen (interoperabel): DOS, Windows, UNIX, Linux, FreeBSD, Android
ProprietärQuellcode geschlossen, ein Hersteller kontrolliert alles: macOS, iOS

WindowsSeit 20.11.1985. Versionen 3/3.1 erste Erfolge. Aktuell Windows 11.
macOSSeit 1984 auf Apple-Hardware. Basiert auf Darwin/XNU-Kernel (BSD-Derivat, NeXTSTEP). Proprietär aber offener Kernel.
LinuxSeit 1983, frei & quelloffen. Beliebt: Ubuntu, Linux Mint, Debian, Fedora, Arch Linux, FreeBSD, openWRT.
🧠 Betriebsarten (Hauptspeicherkonzept)
Real ModeAdresse fix, keine Änderung möglich. → DOS
Protected ModeFrames gegen Überschreiben geschützt (mehrere Programme). → Alle modernen OS
Virtual ModeFrames teilweise auf HDD ausgelagert (Paging = Pagefile.sys). Mehr RAM verfügbar. → Alle modernen OS

DimensionVarianten
ProzessorenEinprozessor · Mehrprozessor
ProgrammeEinprogramm · Mehrprogramm
VerbindungOnline · Offline
EntfernungLokal · Remote
💻 Programmiersprachen
OOObjektorientiert: Java, C++, VisualBasic, Smalltalk, C#
KIWissensbasiert (Expertensysteme): PROLOG, LISP
ScriptGrafische Oberflächen: JavaScript, TCL, REXX, CLIST, Ruby, Python
MarkupBeschreibungssprachen (Tags): SGML, HTML, WML, XML
📂 PARTITIONEN & FORMATIERUNG
📂 MBR – Master Boot Record

Erster Sektor eines Speichermediums. Enthält:

  • Partitionstabelle – Aufteilung des Datenträgers
  • Bootloader (Master Boot Code) – Schnittstelle BIOS ↔ Bootsektor

BIOS startet → Bootloader lädt Partitionstabelle → lädt Bootsektor → Betriebssystem

MBR-Partitionen: Max. 4 primäre ODER 3 primäre + 1 erweiterte (mit beliebig vielen logischen). Alle 32-Bit-OS.

Signatur55 AA (letzten 2 Bytes des MBR)
Boot-Flag80 = bootbare Partition
🗂️ GPT – GUID Partition Table

Globally Unique Identifier. Für UEFI-BIOS-PCs.

ESPEFI System Partition – Pflicht, automatisch erstellt
MSRMicrosoft Reserved Partition – Pflicht
LimitBis 128 primäre Partitionen. Keine erweiterten Partitionen.

OSLesenSchreibenBooten
Win XP 32
Win Vista 64
Win 7 64
Win 10 64
Linux 64
📐 Alignment / Misalignment

Offset = Adresse, an der eine Partition beginnt.

Alte Systeme (XP) starten Partition bei Blockadresse 63. Neue HDDs/SSDs nutzen 4K-Sektoren → Überlappung = Misalignment (Ausrichtungsfehler) → bremst Festplatte.

Tool zur Korrektur: GParted (Partitionierer)
⚙️ HARDWARE & ARCHITEKTUREN
🏗️ Von-Neumann-Architektur

Ein Rechner besteht aus:

Steuerwerk
Rechenwerk
Speicherwerk (RAM)
Ein-/Ausgabewerk

Programm = Kette logischer Binärentscheidungen, seriell abgearbeitet. Programm & Daten im gleichen Arbeitsspeicher.


NorthbridgeVerbindung zu RAM + schnelle Steckkarten (GPU, PCIe)
SouthbridgeLangsamere Interfaces: USB, LAN, Sound, SATA, PCI
🔀 Harvard-Architektur

Getrennter Speicher für Daten und Programme. Programm und Daten können gleichzeitig aus dem Speicher gelesen werden.

Die Northbridge ist direkt im Prozessor integriert (im Gegensatz zu Von Neumann).

Von NeumannHarvard
SpeicherGemeinsamGetrennt
LesenSeriellParallel
NorthbridgeExternIm CPU
🔧 CISC – Complex Instruction Set Computer

Komplexe Befehle → grosse Vielfalt in einem Befehlssatz → vereinfachte Programmierung. Kleiner Registersatz, Steuereinheit mit Mikrocode-Speicher.

Beispiel: Ältere Intel x86-Prozessoren

Moderne Prozessoren enthalten oft RISC-Elemente intern.

RISC – Reduced Instruction Set Computer

Wenige, einfache Befehle → höhere Ausführungsgeschwindigkeit, bessere Pipeline-Auslastung. Grosser Registersatz, hartverdrahtete Steuereinheit, getrennte Befehls-/Datencache.

Beispiele: ARM, MIPS → Mobilgeräte, IoT, Eingebettete Systeme
🚀 Vektor-Prozessoren

Ein Steuerwerk nutzt mehrere Ganzzahl-Rechenwerke (mehrfaches Pipelining). Obwohl noch Von-Neumann-Prinzip, sehr leistungsfähig.

Beispiel: Cray-Superrechner, Pentium (nutzt Technik ebenfalls)
🔲 Mehrprozessor-Technologie
Asymm.Ein Master-CPU steuert, verteilt auf spezialisierte CPUs (z.B. CPU1=OS, CPU2=DB, CPU3=Web)
Symmetr.Aufgaben gleichmäßig auf alle CPUs verteilt. Gleicher Speicherzugriff. Programme müssen modular programmiert sein.
☁️ VIRTUALISIERUNG
☁️ Formen der Virtualisierung
1. ServerPhysischer Server → mehrere isolierte VMs. Häufigste Form.
2. DesktopDesktop virtualisiert → Zugriff von verschiedenen Geräten übers Netzwerk.
3. NetzwerkNetzwerkressourcen (Bandbreite, Switches) → virtuelles Netz, unabhängig von physischer Infrastruktur.
4. SpeicherPhysische Speicher → ein einziger Speicherpool.
5. AnwendungApp läuft auf Server, wird aber lokal präsentiert.
6. DatenDaten aus verschiedenen Quellen aggregiert → Zugriff ohne Kenntnis von Ort/Format.
Vorteile der Virtualisierung
1. Ressourceneffizienz
2. Kostenreduktion
3. Skalierbarkeit
4. Isolation & Sicherheit
5. Hochverfügbarkeit
6. Testen & Entwickeln
7. Legacy-Anwendungen
8. Cloud Computing

Ressourceneffizienz: Mehrere VMs auf einem Host, jede mit eigenem OS/Apps.

Kosten: Weniger Hardware → weniger Strom, weniger Kühlung.

Isolation: Kompromittierte VM beeinflusst andere nicht.

Cloud: Virtualisierung ist die Grundlage für Cloud-Dienste.

🔣 BOOLESCHE ALGEBRA
🔣 Boolesche Hauptverknüpfungen

Die booleschen Hauptverknüpfungen sind die Logikbausteine. Es gibt drei Grundoperationen:

UND (Konjunktion)
ODER (Disjunktion)
NICHT (Negation)

E1E2UND (·)ODER (+)NICHT E1 (E̅1)
00001
01011
10010
11110

UNDAusgang = 1, wenn alle Eingänge 1 sind
ODERAusgang = 1, wenn mindestens ein Eingang 1 ist
NICHTAusgang = Invertierung des Eingangs (0→1, 1→0)

Normen für Schaltsymbole:
IEC 60617-12 (europäisch) – International Electrotechnical Commission
IEEE/ANSI 91-1984 (amerikanisch)
📐 Darstellungsformen – Schaltalgebra

Neben der Wahrheitstabelle haben sich weitere Darstellungsformen durchgesetzt, um eine Schaltfunktion bzw. booleschen Ausdruck zu beschreiben. Verwendet in der Schaltalgebra.


UNDAls Multiplikation dargestellt: E1 · E2
ODERAls Addition dargestellt: E1 + E2
NICHTQuerstrich über Signal/Variable: E̅1

Beispiel-Gleichungen einer Schaltung:

Schaltung 1 (UND vor ODER):
(E1 · E2) + E3 = A1
Schaltung 2 (ODER vor UND):
(E1 + E2) · E3 = A1

Merke: Klammern bestimmen die Reihenfolge – wie in der Mathematik wird innerhalb der Klammer zuerst gerechnet.
📋 Wahrheitstabelle der booleschen Hauptverknüpfungen

Die logischen Grundfunktionen lassen sich am deutlichsten in einer sogenannten Wahrheitstabelle darstellen.

Wahrheitstabellen beinhalten alle Kombinationen der Eingangssignale mit dem dazugehörigen Ausgangssignal.

UND (Konjunktion)

E1E2A1
000
010
100
111

ODER (Disjunktion)

E1E2A1
000
011
101
111

NICHT (Negation)

E1A1
01
10